Hintergrund

Die Buteyko-Atemtechnik setzt beim Atemmuster der jeweiligen Person an, das sehr individuell ist und sich im Lauf der Zeit aus verschiedenen Gründen – meist bedingt durch Stress bzw. verschiedenster Belastungen – verändert hat. Dieses veränderte Atemmuster, das sich durch ein Atmen in zu großer Frequenz oder zu großer Tiefe äußert (chronisches Überatmen bzw. „zu viel“ Atmen), kann durch vielfältige physiologische Prozesse Beschwerden  bewirken.

Die größte Auswirkung des dauerhaft zu ausgeprägten Atmens  liegt in der Verschiebung des Gleichgewichts zwischen Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut. Ein zu forciertes Einatmen bewirkt (trotz gegenteiliger „Laienmeinung“) keine größere Sauerstoffaufnahme, sondern ein ebenso starkes Ausatmen, mit der Folge, dass letztlich zu viel Kohlendioxid ausgeatmet wird. Der Organismus ist allerdings auf einen gewissen Prozentsatz Kohlendioxid angewiesen, es wird für viele Stoffwechselprozesse benötigt. Hier vor allem für den Zellstoffwechsel, für das Weiterstellen von Gefäßen (Bronchien und Blutgefäße) und für den Säure-Basen-Haushalt.

Das sehr häufig zu beobachtende
Atmen durch den Mund statt der Nase und das Verlernen der Zwerchfellatmung verstärken die
oben genannten Effekte noch zusätzlich.
Bei einem Dominieren der Mundatmung kann weniger
Stickstoffmonoxid (NO) in den Nasennebenhöhlen gebildet werden. NO wirkt bronchien-erweiternd und und bakterizid, denaturiert Viren und fördert die Beweglichkeit der Zillien (Flimmerhärchen) in der
Nase. Das Fehlen von NO in den oberen Atemwegen wird vermutlich durch eine vermehrte Bildung in der Lunge kompensiert, was allerdings zellschädigend sein kann.

Ziel der Methode ist demnach ein Wiederherstellen des physiologisch richtigen Atemmusters. Erreicht wird dies durch folgende Schritte:

  • Bewusstmachen der eigenen Atmung
  • striktes Einhalten der Atmung durch die Nase
  • Reduzierung des Atemvolumens
  • Buteyko-Atemtechnik: das Atmen mit Luftwunsch
  • Umgewöhnung von Brust- zu Zwerchfellatmung
  • entspanntes Atmen
  • Lebensstiländerungen